Reale Kung Fu

Ving Tsun Kung Fu

Kung Fu in unsere Sprache übersetzt, heißt: harte Arbeit an sich selbst und ständig üben.

Es gibt viele Kung Fu Stile und Systeme der Körperertüchtigung, der Gesunderhaltung und der Selbstverteidigung die Fantasie, Tier oder nach Familiennamen der Begründer der jeweiligen Stilrichtungen benannt sind.

Ving Tsun bedeutet: Schöner Frühling und ist sowohl der Name einer Provinz in Südchina, wie auch der Name einer Tochter, deren Vater möglicherweise diesen Stil des Kung Fu begründet und dann später vielleicht nach ihr benannt hat.

Ving Tsun Kung Fu auszuüben mit dem Ziel: Disziplin, Aufmerksamkeit, Konzentration, Koordination, Balance, Geduld, Ausdauer, Zentrierung, Mut und Demut, zu lernen, aber auch die Fähigkeit, sich selbst mit den eigenen Gedanken und Gefühlen, den eigenen Wünschen und Bedürfnissen zurück nehmen zu können und die Fähigkeit der Inneren Ruhe, bedeutet, beharrlich, hart an sich selbst und ständig zu arbeiten.

So lernt der Schüler durch diese Innere Zurücknahme, zu spüren, zu fühlen, was im Äußeren ihn umgibt, was wohlmöglich der nächste Schritt eines Gegners ist.

Diese hohen und anspruchsvollen Attribute sind zugegeben eine große Herausforderung- und doch erreichbar für jeden und in einem jeden Alter.

Voraussetzung ist ein ehrliches und ernsthaftes Bemühen, sich selbst durch körperliche Arbeit in einen ausgeglichenen, gesunden, stabilen und klaren Zustand auf allen Seinsebenen (Körper, Geist, Seele) zu bringen.

Der Kampf, um den es hier geht, wird vor allen Dingen mit sich selbst ausgefochten. Wohl lernen die Schüler hier, mit oder „gegen“ einen oder mehrere Trainingspartner zu „kämpfen“, doch dieser Kampf besteht vor allem darin, dass hier Techniken erlernt werden in einer exzellenten Körperbeherrschung, die es ermöglichen, alle Angriffe unbeschadet abzuwehren, ohne dabei den Trainingsgegner zu verletzen.

Die Schüler lernen, permanent präsent zu sein. Die Konzentrationsfähigkeit wird durch diese Anforderung automatisch geschult und das Gegenüber wird immer objektiver wahrgenommen.

Mehr und mehr wird es dem Schüler möglich, die Aktionen und Reaktionen seines Gegenübers vorauszusehen, richtig einzuschätzen und dementsprechend zu handeln.

Die Energien, die hierdurch freigesetzt werden und beständig zwischen den „Gegnern“ fließen, werden bewusst wahrgenommen und an Stelle der Körperkräfte eingesetzt. Der Umgang mit Energie, sie zu spüren, sie zu erzeugen und dann gezielt einzusetzen, ist eine wichtige Erfahrung, die dem Schüler zeigt, dass seine Kraft nicht aus dem Körper, sondern aus dem Geist kommt.

Diese Erkenntnis soll helfen, Angst und Unsicherheiten abzubauen und das Gefühl von körperlichem Unterlegensein aufzulösen. Spielerisch wird hier gelernt, was im alltäglichen Leben praktiziert werden soll.

Kung Fu fordert den Schüler heraus, über die gesamte Dauer des Trainings geistig, seelisch und körperlich aktiv und aufmerksam zu sein. Dies bewirkt, dass sein Energieniveau, dass bereits erhöht wurde, nun bleibend manifestiert wird.

 

 
 
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